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Berufsunfähigkeitsversicherung

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BerufsunfähigkeitsversicherungFür den Fall, dass Sie Ihren Beruf durch gesundheitliche Schwierigkeiten nicht mehr ausüben können, sollten Sie sich um andere Einkommensquellen bemühen. Gegen die finanziellen Folgen dieser Situation können Sie sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Sie sichert ihnen eine monatliche Rente in vereinbarter Höhe, wenn Sie Ihrem Job wegen Krankheit vorzeitig fernbleiben müssen.

Verweisung auf anderen Beruf
Kann der Versicherer den Kunden bei Berufsunfähigkeit auf einen anderen Beruf verweisen? Das ist in guten Verträgen heute nicht mehr möglich, war aber lange üblich. Die Versicherungsgesellschaft kann im Ernstfall die Leistung verweigern, wenn der Vertrag die Verweisung auf einen anderen Beruf zulässt. Es genügt eine Begründung: der Kunde könne noch in einem anderen, ebenbürtigen Beruf arbeiten. „Abstrakte“ Verweisung heißt der Vorgang im Versicherungsdeutsch. Der Verzicht auf diese Klausel ist für Kunden enorm wichtig. Falls Ihr Versicherungsschutz so eine Klausel beinhaltet, versuchen Sie in einen besseren Tarif zu wechseln, es ist einen Versuch wert auch wenn es für Kunden über 40 Jahren meist schwierig wird.

Der Sonderfall Selbstständige
Besonderes gilt für Selbstständige: Die Versicherungsgesellschaft muss nicht zahlen, wenn sich ihre Firma so verändern lässt, dass Sie keine Einkommenseinbußen erleiden. (wird jedoch vermehrt gerichtlich geprüft)

Die Rente beginnt
Ab wann muss der Versicherer zahlen? Gute Angebote sichern dem Kunden eine Rente bei einer Berufsunfähigkeit von 6 Monaten zu. In schlechten Angeboten geht das erst, wenn die Berufsunfähigkeit „voraussichtlich dauerhaft“ ist oder mindestens für drei Jahre ärztlich attestiert wird. Es kann bei guten Gesellschaften sogar zu Nachzahlungen kommen, wenn sich herausstellt, dass ein Kunde längst berufsunfähig war. Bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit ist meistens die volle Leistung fällig. Zahlt der Versicherer die Rente aus, sind keine Krankenversicherungsbeiträge mehr darauf fällig. Nur die freiwillig Versicherten, die nicht 90 Prozent der zweiten Hälfte ihres Berufslebens gesetzlich krankenversichert waren, zahlen auf solche Renten noch Beiträge. Die private Berufsunfähigkeitsrente wird auf Arbeitslosengeld II angerechnet. Das sollte trotzdem kein Grund sein, darauf zu verzichten, denn eine private Rente schüttet mehr aus als Hartz 4. 

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